Neubau einer Kindertagesstätte

Neubau einer Kindertagesstätte
Das lang gestreckte Gebäude der Inklusionskindertagesstätte findet nahe der östlichen Grenze des ca. 5.000m² großen Grundstücks seinen optimalen Standort. Im Norden des Hauses bildet ein markanter Kopfbau den Abschluss zur bestehenden Wohnbebauung. Einbeschrieben in diesen Kopfbau, erschlossen auf der Ebene 0 von der Reichenbacher Strasse aus, liegen die Nutzungen der Personalräume, Räume für Elterngespräche, ein Werkraum mit Aussenbereich für die Kinder sowie ein Therapieraum und die Nebenräume wie Technik, Wasch und Trockenraum, und die Umkleiden und Duschen der Mitarbeiter. Zwischen der Süd und Westfassade, an welcher sich auf Niveau der Ebene 1 der Hauptzugang zur Kindertagesstätte befindet und dem bestehenden Baumbestand spannen sich die unterschiedlichen, der Nutzung durch die Kindergärten vorbehaltenen Aussenräume auf.Über den Hauptzugang in Ebene 1 werden die einzelnen Kindergarteneinheiten erschlossen. Von den Garderoben gelangt man über einen zentralen Spielflur in die Gruppenräume mit jeweils eingegliederten Schlaf-und WC-Anlagen. Der Personalbereich und die Küche mit angegliedertem Bistro und Multifunktionsraum befinden sich auf derselben Ebene im Kopfbau des Ensembles. Die Verbindung der Ebenen erfolgt über eine Treppe sowie barrierefrei über einen Aufzug.Die kompakte Holzfassade aus Fichtenholz wird mit spezifischen Öffnungen modelliert. Die Fichtenholzverkleidung ist an den bewitterten Stellen mit einem Anstrich aus roter Farbe behandelt. Bei den witterungsgeschützten Fassaden der überdachten Bereiche wird das Fichtenholz unbehandelt belassen. Dadurch ergibt sich eine umschliessende Geste aus rotem Fichtenholz mit weichem, naturbelassenen Innern, welche auf eine verspielte Art die Sinne der Kinder anspricht. Als vorderer Abschluss bieten Knickarmmarkisen zusätzlichen Sonnenschutz für die Morgensonne und erweitern den überdachten Aussenraum. Die Ostfassade ist durch eine rhythmische Anordnung der Fenster geprägt.Die Idee der kompakten Fassade aus Vollholzelementen als innere und äußere Schicht, dazwischenliegend eine Holzfaserdämmung und als Fassade eine Fichtenholzbekleidung mit Anstrich oder Lasur. Das Dach ist als klassisches Warmdach konzipiert. Auf der Dachfläche ist genügend Platz für eine optimal dimensionierte PV Anlage sowie eine ökologisch wertvolle Fläche für die Ansiedlung von Insekten in der extensiven Begrünung. Im Gebäudeteil in welchem die öffentlichen Räume angesiedelt sind, wird der Dachrand gestalterisch überhöht. So kann sich das nördliche Ende des Hauses als Kopfbau städtebaulich behaupten. Bereits der kompakte zweigeschossige Baukörper führt zu einem nachhaltigen Gebäudevolumen bei dem eine optimale Belichtung und Belüftung mit wenig Fassaden- und Dachfläche kombiniert wird. Das Tragwerk ist in den Spannweiten auf eine wirtschaftliche Holzkonstruktion abgestimmt. Durch die Konstruktion aus heimischem Holz erhält das Gebäude ein gesundes und behagliches Raumklima mit hoher Aufenthaltsqualität für Kinder. Durch die massiven aus Vollholz angedachten zweischaligen Aussenwände ist das Gebäude in der Lage, den hohen Anforderungen an Wärmedämmung, Wärmespeicherung, Feuchtigkeitsausgleich sowie Schall- und Brandschutz mehr als ausreichend zu genügen. Auf eine kostenintensive Haustechnik soll somit weitestgehend verzichtet werden können.Der sommerliche Wärmeschutz erfolgt durch weit auskragende Vordächer mit Laubengangfunktion im Westen des Gebäudes sowie Jalousien oder textilen Screens an den fassadenbündigen Fensterelementen.